Ich habe erlebt, dass Gottes Größe lebendig macht!
Am 7.5.01 machte ich große Augen, als der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis ergab. Ich war so glücklich, denn nach einer Fehlgeburt wünschten wir uns so sehr ein Baby.

Kurz danach hatte ich einen Ultraschalltermin.
Ich wußte, dass man um diese Zeit schon etwas sehen sollte von dem Baby. Ich hatte gemischte Gefühle. Als die Ärztin mit dem US-Gerät an der Fruchthülle war, konnte ich schon sehen, dass nichts in der Hülle war. Der Dottersack hatte sich schon zurückgebildet. Die Ärztin wurde ganz traurig, ich war total verzweifelt! Sie sagte mir, ich hätte eine fifty/fifty-chance, dass das Baby nur zu klein sei, aber ich wußte, dass sie mich nur trösten wollte.

Wie die verlassenste Seele der Welt ging ich aus ihrer Praxis. Zu Hause brach alles aus mir heraus, und ich schrie zu meinem Gott!
"Herr, hilf mir - ich schaff das nicht noch mal!" Meine Wunden von der ersten Fehlgeburt waren gerade am Verheilen und nun das? War das wirklich sein Wille? Das konnte nicht sein!

Ich legte meine Hände auf meinen Bauch. Die Mama meiner Schwägerin betete und ich sprach: "Mein Kind - lebe! Herz schlage!"
Plötzlich vibrierte mein Bauch, ich weinte und dann hatte ich das Gefühl, ganz leicht zu sein. Auf einmal fühlte ich einen tiefen Frieden - hatte keine Angst mehr, und konnte dann meinen Mann und die Familie trösten - ich wußte - mein Baby lebt!!!!

Am nächsten Tag ging ich zu meiner Ärztin und sagte ihr, dass wir gebetet haben, und sie bitte nocheinmal nachgucken möchte. Sie zögerte erst, denn es war ja erst einen Tag her, dass sie mich untersucht hatte... Aber sie nahm mich dran, nachdem ich ihr sagte, dass ich weiß, dass mein Baby lebt. Sicherlich war sie neugierig.... Um 13.45 Uhr war es soweit.

Schon als das US-Gerät die Fruchthülle sichtbar werden lies, sah ich einen kleinen Ball. Der Dottersack war wieder gefüllt mit Leben! Die Ärztin konnte es nicht fassen. Sie meinte nur: "Was macht denn ihr Baby mit uns - da schauen sie mal!" Dann sah ich es - das kleine schlagende Herz!

Gottes Wunder! Unser Kind! Sie sagte, dass sie es mir medizinisch nicht erklären könnte. Ich sagte ihr, dass sie das nicht muß, denn ich weiß das es mein Gott war. Ich danke Gott von ganzem Herzen, er hat uns unser Kind zurückgegeben! Preis sei ihm!

Die Mama meiner Schwägerin hatte eine Art Traum, in dem sie sah, wie Jesus ein Baby in den Armen hielt, es küßte und zu ihm sagte: "Du mußt wieder gehn, man ruft nach Dir!"

Gott tut auch heute noch Wunder!



Nachtrag:

Bennett-Julian wurde im Januar gesund und quitschfidel mit einem Gewicht von 4020 g geboren!

Vor kurzer Zeit wurde ich gefragt, was die Geschichte meines Sohnes mit der Abtreibungsseite zu tun hat...
Im Jahr 2000 hatte ich eine Fehlgeburt. Unser kleines Pünktchen war einfach gestorben! Der Schmerz und die Trauer in dieser Zeit waren fast nicht zu ertragen und am liebsten hätte ich auch nicht mehr gelebt!
Ich konnte einfach nicht fassen, dass das mir passiert war.



Warum gerade ich???

Ich wollte doch dieses Kind so sehr. Mein Glaube an Gott, mein Mann, Freunde und ganz besonders meine Cousine Petra halfen mir durch diese schwere Zeit.


Vielleicht denkt Ihr, dass ich mich von Gott entfernt haben müsste, denn ein Gott, der mich liebt, dürfte so etwas nicht zulassen...Ähnliche Gedanken hatte ich auch.



Aber GOTT schreibt auf krummen Linien gerade.

Durch ihn habe ich diese Zeit überlebt. Ich habe in dieser Phase meines Lebens diese unbeschreibliche Liebe für das ungeborene Leben entwickelt und darin besteht der Zusammenhang.



Wenn ich meine Hände auf den Bauch einer schwangeren Frau lege und das Baby darin hüpft, merke ich, was für ein Vorrecht es ist, ein Baby haben zu dürfen.


Viele Frauen sehnen sich danach und erleben diese Gefühl nicht oder nur nach vielen Strapazen.


Glücklich der, der dieses Glück erleben darf!



Wer das Zeugnis oben gelesen hat weiß, dass mein zweites Kind tot war, aber Gott es wieder aufgeweckt hat. Er schenkte mir, in meiner tiefsten Trauer, ein Herz für das ungeborene Leben und danach zeigte er mir seine Größe.



Er heilte nicht nur mein Herz, sondern er ließ es nicht zu, dass ich mein zweites Baby verloren habe. Durch diese Erfahrungen in meinem Leben weiß ich, was es bedeutet, total verzweifelt zu sein.


Ich habe die OP hinter mir, habe also die körperliche und seelische Seite teilweise durchlebt.


Ich habe gelernt zu verstehen, nicht zu verurteilen!



Ich weiß aber auch, was es bedeutet, ein Baby zu haben. Ich liebe das Lächeln auf dem Gesicht meines Sohnes, wenn er schläft, oder der Juchzer am Morgen, wenn er mich entdeckt hat. Ich liebe es, wenn er nur in meinen Armen getröstet werden will, wenn er traurig ist. Ich liebe es, wenn er mir einen nassen Kuss auf meinen Mund drückt...



Ich liebe ihn einfach!!!